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Teil 1

Lebenslauf von Hannibal

Am 17. September 1961 war es soweit, auf dem Eulenberg bei Georg und Gesine Thobaben da wurde Silberhochzeit gefeiert. Es war bei den Vorbereitungen und Kranzbinden, unsere Köchin Anna Wrieden machte uns einen tollen Vorschlag.

Im Moor da feiern die Leute gut, die haben ihren Spaß an einem ausgestopften Schafbock der wandert von einer Silberhochzeit zur anderen.

Die Frauen waren voll begeistert und bekamen Lust. Anna Wrieden, Mariechen Seba, Tine Pape, Mimi Kühlewind, Hanna Meyer, Hermine Miladinovic und Gerda Ropers. Harry Schulz ein Verwandter aus Hamburg half uns bei unserem Vorhaben. Unsere Männer hatten keine Zeit, mußten Karten spielen und Köm und Bier probieren.

Die Planung war zu Ende. Nun ging es ans Werk. Anna Wrieden kletterte die Leiter hoch, auf den Heuboden, besorgte Heu für die Innereien. Gerda suchte in der Scheune einen Kartoffelsack. Mimmi Kühlewind war flink zur Stell und stiftete für den Bock das Fell (ihren Bettvorleger).

Die Arbeit war in vollem Gange. Harry machte uns Beine aus Holz und befestigte sie an einem ausgestopften Heusack, schon war der Rohbau fertig.

Es wurde das Fell rübergezogen, Schwanz, Kopf geformt und angenäht. Augen, Ohren, Mund und Nase wurden angebracht nun war das gute Stück fertig und wir hatten unseren Spaß.

Am nächsten Tag er mit nach Oerding auf den Saal. Um 12.00 Uhr Mitternacht wurde er vorgestellt. Anna Wrieden voran und alle hinterher. Nach Ende der Hochzeit wurde der Schafbock zum nächsten Silberpaar gebracht einige freuten sich andere wollten ihn nicht haben.

Die ersten Jahre ging es mit voller Musik zum nächsten Paar, es waren Hanna und Willi Kalkstein am 12.12.1961 da wurden einige eingeschenkt die Musik spielte noch einen auf und alle gingen vergnügt und zufrieden nach Haus.

Es wurde eingeführt, der Schafbock muß gewogen werden, Freunde und Nachbarn wurden eingeladen zum Schafbock wiegen, das geschah meistens bei Herta Kahrs auf dem Bahnhof,

die Wiegekarte wurde ihm um den Hals gehängt. Ein jeder wollte gut gefüttert haben.

Der Schafbock wurde mit der Zeit etwas wackelig auf den Beinen und der Wurm war in seinem Fell. So wurde bei Peters auf dem Neuen Lande am 14.10.1980 ein neuer Schafbock gemacht. Der alte wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt.. Mit den Jahren behängte man Ihn mit so vielen Sachen, das man kaum noch einen Schafbock erkennen kann.

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